Einfach Parken – ohne Ticket

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SyroCon realisiert als langjähriger Technologie Partner von APCOA das API Backend.

Die immer weiter voranschreitende Urbanisierung bringt einige Herausforderungen mit sich, zum Beispiel das Parkplatz-Problem. Bevor sich dieses durch vollkommen neue Mobilitätskonzepte löst, gilt es, das Parken zu optimieren. Dies legt auch die INRIX-Studie „The Impact of Parking Pain in the US, UK and Germany“ nahe, die unter anderem zeigt, welchen Impact die Parkplatzsuche auf das Bruttoinlandsprodukt verursacht. Somit ist Parken eines der großen Zukunftsthemen im Bereich Mobilität. Neben der Identifikation von freien Parkplätzen und der intelligenten Führung zu diesen steht die Verbesserung des Benutzererlebnisses auf der Digitalisierungsagenda der Parkraumbetreiber und Automobilhersteller ganz oben.
Gute Nachrichten also für diejenigen, die es schon immer lästig fanden, sich beim Parken den Arm zu verrenken, um an ein Parkticket zu gelangen, oder nach dem Parken einen funktionierenden Kassenautomaten zu suchen und 18 Euro in Münzen als Wechselgeld zu bekommen.

APCOA Flow

APCOA, Europas größter Parkraumbewirtschafter mit insgesamt 230.000 Stellplätzen in über 80 Städten allein in Deutschland macht das Parken zukünftig bequem und effizient! Ohne Ticket. Ohne Bargeld. Ohne Stress.

Mit der APCOA Flow App stellt APCOA einen Service bereit, der die Nutzung von Parkhäusern wesentlich komfortabler macht. Nach einer Registrierung erhält der Nutzer eine Chipkarte mit RFID Chip, die ihn bei den APCOA Flow Parkhäusern kontaktlos als Kunden identifiziert und bei Ein- und Ausfahrt automatisch die Schranke des Parkhauses öffnet.

Bezahlt wird nicht mehr am Automaten: Die Parkgebühr wird automatisch von der bei der Registrierung hinterlegten Kreditkarte des Kunden abgebucht. Weitere Features der Flow App: Der Kunde kann Parkhäuser suchen und sich zum nächstgelegenen Parkhaus navigieren lassen und auch alle relevanten Informationen dazu abrufen, wie zum Beispiel Öffnungszeiten, Preise, Kapazität und freie Plätze und mehr. So bequem geht Parken!

Technologiepartner SyroCon

„Was auf den ersten Blick überschaubar komplex anmutet, entpuppt sich bei der Realisierung alles andere als trivial. Damit Lösungen wie APCOA Flow funktionieren, müssen verschiedene Technologie-Ebenen eng verzahnt ineinander greifen. Die Parkhäuser sind mit Schranken-, Kassensystemen und Steuerungssoftware von einer Vielzahl unterschiedlicher Hersteller ausgestattet. Hier gilt es auf IT-Systemseite eine Integrationsplattform zu schaffen, die Schnittstellen zu den unterschiedlichen Systemen bereitstellt, die Datenformate der Transaktionsdaten konsolidiert und Legacy Systeme einbindet, damit diese für Apps wie APCOA Flow bereitstehen“, sagt Andreas Henninger, Senior Program Manager IT bei APCOA.

Digitale Produkte wie die APCOA Flow App benötigen als Backend sichere, robuste und skalierbare Technologien sowie eine Architektur, welche einen funktionalen Ausbau und die Erstellung neuer Produkte unterstützen und das bei optimaler Kosteneffizienz.
Application Programming Interfaces (API), also Schnittstellen, über die der Austausch von Informationen über Anwendungsgrenzen hinweg realisiert wird, sind das Fundament aller Applikationen. Andreas Henninger: „SyroCon realisiert als langjähriger Technologie Partner von APCOA das API Backend welches heute den Zugriff auf Parkhaus-Stammdaten und prognostizierte Auslastungsinformationen bietet. Die als Webservices nach dem RESTful (REpresentational State Transfer) Architekturprinzip erstellte API wird sowohl von Partnern von APCOA genutzt, als auch vom Flow-Backend und von der APCOA Website. Bei der Umsetzung setzt SyroCon konsequent auf Microsoft Azure Cloud Technologien und Azure Dienste“.

12 Millionen Nutzer und nur eine Frage: Welcher Java-Support von SyroCon passt zu mir?
ASP.NET Core, C#, Java, Ruby, Node.js, PHP oder Python sind die unterstützten Programmiersprachen.

Zentrale Technologie ist dabei der Azure App Service, der Frameworks für Applikationen mit unterschiedlichem Fokus bereitstellt. Diese Frameworks stellen wesentliche Funktionen wie Security, Authentifizierung, und die vollständige Verwaltung der Applikation bereit und unterstützen somit eine schnelle und effiziente Entwicklung der eigentlichen Applikation. Die „Unit of Deployment“ reicht hierbei, je nach Umsetzung, von klein bis groß. Der App Service bietet automatische Skalierung und Hochverfügbarkeit, somit erübrigt sich die Verwaltung der Infrastruktur. Features wie Visual Studio-Integration, DevOps-Optimierung und API-Features wie sofort einsetzbare CORS-Unterstützung für RESTFul-API Szenarien gehören ebenfalls zum Funktionsumfang. Der Dienst unterstützt mehrere Programmiersprachen und Frameworks wie ASP.NET Core, C#, Java, Ruby, Node.js, PHP oder Python.

APIs unterliegen einem Produktlebenszyklus.

Für die Implementierung von fachlich separierten Funktionen, wie zum Beispiel die Bestimmung der Auslastungsvorhersage für einzelne Parkhäuser, werden Azure Functions genutzt. Azure Functions sind ein serverloser Computerdienst, bei dem Code eventgesteuert (z. B. durch http- oder Blob-Trigger) ausgeführt wird, ohne eine explizite Infrastruktur bereitzustellen oder verwalten zu müssen. Die sogenannte „Unit of Deployment“ bei Azure Functions ist winzig, so dass sich diese hervorragend für die Umsetzung einer Nanoservice-Architektur eignen. Ebenfalls lassen sich Azure Functions sehr gut mit einer Reihe weiterer Azure Diensten wie Azure Logic Apps, Azure CosmosDB, Azure Service Bus etc. integrieren und bieten damit optimale Voraussetzungen für die Umsetzung zukünftiger Anforderungen. Das nutzungsbasierte Pay-per-Use-Preismodell bedeutet: bezahlt wird nur die tatsächliche Nutzung.

Beim Design der REST Services stand von Anfang an der Produktgedanke im Vordergrund, denn die erstellten Services dienen nicht nur als Datenquelle für Flow, sondern stellen auch Partnern von APCOA Informationen für deren Apps bereit. Dabei gilt es einige wichtige Aspekte zu berücksichtigen, um einen maximalen Geschäftsnutzen zu realisieren. APIs unterliegen, wie herkömmliche Produkte auch, einem Produktlebenszyklus, was bedeutet, das APIs entsprechend dokumentiert, veröffentlicht, aktualisiert bzw. versioniert und abgekündigt werden müssen. Der Zugriff auf APIs soll je nach Produkt limitiert und einschränkbar sein (Rate Limits & Quotas). Nutzer sollen sich selber für eine Nutzung registrieren und Produkte abonnieren können. Auch Security Aspekte und Monitoring spielen natürlich eine zentrale Rolle.

API-Management-Lösungen helfen dabei, die oben beschrieben Szenarien zu unterstützen und APIs kontrolliert und optimiert einsetzen zu können. Veröffentlichen, verwalten, schützen und analysieren sind die Hauptaufgaben einer solchen Lösung.

Azure API Management - Die Wahl fiel nicht schwer.

Bei der Auswahl einer geeigneten API-Management-Lösung fiel aufgrund des großen Funktionsumfanges, der leichten Integration und des moderaten Preises die Wahl auf Azure API Management. Der Managed Service besteht aus den Komponenten API Gateway, Entwicklerportal und Azure-Portal.

Das API Gateway übernimmt als Endpunkt Aufgaben wie die Annahme und Weiterleitung von API Aufrufen, Authentifizierung und Autorisierung. Ferner werden mittels Policys Nutzungskontingente und Übertragungslimits erzwungen sowie Transformationen ohne Codeänderungen durchgeführt. Auch Caching sowie das Protokolieren von Aufrufmetadaten zu Analysezwecken gehören zu den Aufgaben des Gateways. Über das Azure Portal wird die API Management Instanz verwaltet. Hier können alle oben beschriebenen Funktionen konfiguriert werden.

Für Konsumenten ist das Entwicklerportal die zentrale, im Web verfügbare Anlaufstelle. Hier können sich Benutzer ein Konto erstellen, Produkte abonnieren, API Dokumentation lesen, API Schlüssel anfordern und nach Freischaltung die APIs nutzen beziehungsweise über die interaktive Konsole ausprobieren. Zudem erhält der Nutzer über das Entwicklerportal Zugriff auf Nutzungsanalysen.

APCOA hat mit Flow ein modernes digitales Produkt herausgebracht und wird nach und nach die übrigen der rund 300 deutschen Parkhäuser umrüsten und Flow fähig machen. Die Cloud basierte, skalierbare Architektur und die moderne Entwicklungsmethodik ermöglichen eine europaweite Ausweitung. Die Einführung von Flow in weiteren Märkte in Europa läuft bereits.

Autor:

Dimitri Dizik
Consultant BU Application Management

Markus Pentzek
Competence Lead Processes & Networks

 

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