Fokusthema /

Autonomes Fahren

Die Forschung und Entwicklung von voll automatisierten Fahrzeugen läuft auf Hochtouren. Seit 2015 gibt es in Deutschland auf der A9 bereits eine Teststrecke für das Fahren ohne Fahrer und weitere Teile des deutschen Autobahnnetzes sollen bis 2018 schrittweise mit der nötigen Infrastruktur für das autonome Auto ausgerüstet werden.

Wissenschaftliche Studien sagen zudem einen Wandel in unserer Einstellung gegenüber dem eigenen Auto voraus. Neben den technischen Neuerungen warten hier auch juristische und moralische Fragen auf uns, bevor wir voller Vertrauen dem Computer das Steuer übergeben.

Keine Frage, der Weg zum autonomen Fahren führt über intelligente Dienste. Wir begleiten unsere Kunden mit Lösungen im Bereich kamerabasierte Fahrassistenzsysteme rund um das Thema Mobilität.

Ihre Ansprechpartnerin /Heike Flick

Heike Flick
Manager Business Unit Automotive & Embedded
+49 6196 640 66-54
heike.flick@syrocon.de

Expertenkommentare

Das Auto ist tot - lang lebe das Auto

Im Rahmen seiner dbInsights-Filmreihe hat sich die Forschungseinrichtung Deutsche Bank Research (DB Research) mit der Frage befasst, welche Auswirkungen selbstfahrende Autos für die Automobilindustrie haben werden?

DB Research zitiert verschiedene Studien, die besagen, dass selbstfahrende Autos die Anzahl der Fahrzeuge auf unseren Straßen dramatisch reduzieren werden. Die sich rasant verbreitenden On-Demand-Dienste wie Uber und Lyft verstärken diesen Trend noch. Laut einer Studie der University of Utah beispielweise kann ein einziges Robo-Taxi zwölf konventionelle Fahrzeuge ersetzen. Auch unsere Einstellung zum eigenen Auto wird sich verändern. Laut DB Research legen schon heute nur noch 64 Prozent der jüngeren Amerikaner Wert auf ein eigenes Auto.

Dass diese Entwicklung jedoch den Niedergang der Automobilindustrie einläutet, kann DB Research nicht bestätigen. Den Forschern zufolge wird es zwar weniger Fahrzeuge, dafür aber einen Umsatzschub für die Branche geben. Ein Grund dafür: Autonome Autos legen mehr Strecke zurück, müssen folglich häufiger ausgetauscht werden. Die Zukunft der Automobilhersteller läge zudem in der Entwicklung eigener Mobilitätsnetze. Ein weiterer Pluspunkt: Autonome Autos sind nicht für die Superreichen konzipiert, sondern für die breite Masse. Also ist auch ein Concorde-Effekt wenig wahrscheinlich.

Olli, the smart One

Autos, Busse und Bahnen werden in wenigen Jahren voll automatisiert fahren. Sie werden mittels IoT voll vernetzt sein. Und sie werden lernfähig sein. Ein Vorreiter dieser Zeit ist Olli. Der Miniatur-Bus von Local Motors fährt bereits voll automatisch und unterhält sich sogar mit den Fahrgästen. Die Künstliche Intelligenz "Watson" von IBM sichert das User Interface. So kann Olli nicht nur Fragen beantworten oder Ortsauskünfte geben, er lernt auch stetig dazu. Stellen Sie sich vor, die U-Bahn sagt Ihnen, wo Sie aussteigen müssen und welche Route die schnellste ist. Oder Ihr Auto stellt anhand Ihrer Musikauswahl eine neue Playlist für Sie zusammen. Die Kombination von IoT, KI und Vollautomatisierung soll in wenigen Jahren den öffentlichen Straßenverkehr revolutionieren. https://www.youtube.com/watch?v=9joEsWiYFEI

Smarter Cars = Smarter Cities

Künftig werden die Fähigkeiten der Connected Cars weit über Staumeldungen und Geschwindigkeitsüberschreitungen hinausgehen. Vielmehr sollen die meisten Neuwagen in den kommenden Jahren zu Kommunikationstalenten mutieren. Mittels Cloud-Technologie können die Fahrzeughersteller Millionen von Daten in Echtzeit in Erkenntnisse umwandeln. Den Autos soll es damit möglich sein, eigenständig Parkplätze aufzuspüren oder sogar anhand der Daten aus dem Internet (of Everything) eine streunende Katze als vermisst zu identifizieren.

Die Vernetzung ist auch elementar für vollautomatisierte Fahrsysteme. Durch frühzeitige Informationsweitergabe und Kommunikation kann sowohl die Sicherheit als auch der Komfort gesteigert werden. Verschiedene Sensoren ermöglichen die Aufnahme visueller Informationen zu Standort und Umgebungsbestimmung. Andere Informationen – wie beispielsweise bevorstehende Umwelteinflüsse – können durch IoT ermittelt und folglich das Fahrverhalten angepasst werden. Daher gilt: Die Technologien für selbstfahrende Autos und für Connected Cars müssen in Einklang entwickelt werden, um den größtmöglichen Output zu generieren.

Milliarden für Mehrwertdienste

"Drei Viertel der befragten 1500 Autofahrer würden für Mehrwertdienste in einem autonomen Fahrzeug zahlen." Dies ist das erstaunliche Ergebnis der Studie "The Value of Time – Nutzerbezogene Service-Potenziale durch autonomes Fahren", die die Managementberatung Horváth & Partners zusammen mit dem Fraunhofer IAO durchgeführt hat.

Mit der zunehmenden Verbreitung des Fahrens oder Fahrer wird laut der Studie auch die Nachfrage der Nutzer nach Services steigen. Schließlich möchten Autofahrer die frei werdende Zeit im Auto sinnvoll zu nutzen. Schon jetzt liegt die durchschnittliche Zahlungsbereitschaften zwischen 20 und 40 Euro pro Monat und für die nächsten zehn Jahre prognostiziert die Studie einen monatlichen Betrag von weit über 100 Euro pro Fahrer über alle Bedürfniskategorien hinweg. Heißt: Kommunikation, Produktivität, Grundbedürfnisse, Wohlfühlen, Information und Unterhaltung.

Spitzenreiter in Sachen Zahlungsbereitschaft sind die Angebote rund um Kommunikation und Produktivität. Das gilt für alle befragten Länder und verschafft Anbietern aus verschiedenen Bereichen signifikante Umsatzanteile. Ob ein Autofahrer bereit ist, für Mehrwertdienste zu zahlen, hängt auch von seinem Alter und seiner täglichen Fahrtzeit ab. Laut Studie nimmt die Zahlungsbereitschaft ab 35 Jahren deutlich ab und jemand, der mehr Zeit im Auto verbringt, ist eher bereit, Mehrwertdienste kostenpflichtig zu nutzen. Dabei gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen Kleinwagenfahrern und Fahrern von Mittel- oder Oberklassewagen. Man darf also gespannt sein, welche Tätigkeit bald unsere liebste Autofahrbeschäftigung ist.

Wussten Sie, …

… dass in Berlin der erste selbstfahrende Bus namens „Olli“ unterwegs ist? Das neuartige Gefährt stammt zu 20 % aus dem 3D-Drucker. Unvorstellbar? Keineswegs! Dank 30 Sensoren, Kameras und Laser sowie permanenter Datenverarbeitung bleibt das goldige Vehikel auf der richtigen Spur. Und nicht nur das: „Olli“ ist wissbegierig. Mittels der Künstlichen Intelligenz "Watson" von IBM lernt er mit jeder Fahrt dazu. Die Deutsche Bahn schickt den Sprössling, der vom amerikanischen Hersteller Local Motors abstammt, bereits seit 2016 testweise über den Berliner Asphalt – samt Fahrgästen. Und die Riege der autonom fahrenden Autos wächst: VW hat auf dem Genfer Autosalon 2017 sein Concept-Car "Sedric" vorgestellt.

News zum Thema

17. August 2017

Fortschritt durch Fernsteuerung

Parkhäuser sind die Labyrinthe der Moderne: unübersichtlich und eng. Der Zulieferer Bosch zeigt, wie Autos dort in Zukunft zu ihrem Stellplatz finden - ohne den Menschen, ohne aufwendige Technik für autonomes Fahren.

http://bit.ly/2v0vzRO

6. August 2017

Bremssystem von Continental

Zulieferer Continental hat ein elektronisches Bremssystem vorgestellt, das besonders beim autonomen Fahren für Sicherheit sorgen soll.

http://bit.ly/2vMnX5o

26. Juli 2017

Parkplatz suchen, einparken, vorfahren machen Autos bald selbst

Der Weg zum völlig autonomen Fahrzeug ist noch weit. Viele Aufgaben können Autos aber schon heute alleine meistern. In Stuttgart gibt es das erste Parkhaus, in das Autos autonom ein- und ausfahren.

http://bit.ly/2vINolT

11. Juli 2017

Audi launches most advanced self-driving car

Audi has launched the most advanced self-driving car available on the roads, in spite of warnings from across the industry that a system that allows owners to take their eyes off the road for prolonged periods of time is fundamentally unsafe.

http://on.ft.com/2tbw2f2

5. Juli 2017

Autonomes Fahren steht vor Stadt-Test

Das Institut für Mobilitätsforschung schätzt, dass autonome Fahrzeuge im Jahr 2035 einen der Marktanteil zwischen 17 und 42 Prozent einnehmen werden. Dafür müssen noch rechtliche, versicherungstechnische und infrastrukturelle Probleme gelöst werden.

http://bit.ly/2sFK8tP

3. Juli 2017

Was haben Kängurus mit Volvos zu tun?

2015 verkündete Volvo, sein Fußgängererkennungssystem bremse bald auch für Kängurus. In Australien wurde jetzt getestet. Mit ungewöhnlichen Problemen.

http://bit.ly/2tfU0ZS

4. Juni 2017

Autonomes Fahren made in Singapur

Ein Hund hinterm Steuer, ein fahrerloses Taxi, ein Nickerchen während der Autobahnfahrt: Was nach Zukunftsmusik klingt, soll in Singapur schon bald zum Alltag werden. Der Stadtstaat pumpt Millionen in sein eigenes "Silicon Valley" für selbstfahrende Transportmittel. 

http://bit.ly/2s8CPty

Events zum Thema

20. September 2017, Frankfurt am Main

IAA: carIT Kongress 2017

Das Motto: Connected Mobility - autonom und digital in die Zukunft. Die Themen: Moderne Fahrerassistenzsysteme, Car-to-Car Kommunikation, E-Mobility & IT, Infotainment, Apps & Bedienung, Mehrwertdienste/Personalisierung, Intelligente Navigation, Verkehrsmanagement

http://kongress.car-it.com

24.-26. Oktober 2017, Sindelfingen

Auto-Gipfel 2017

Für die Autokonzerne stellt sich aktuell die überlebenswichtige Frage: Was ist erforderlich, um die digitale Transformation zu meistern? Auf dem 25. Auto-Gipfel des Handelsblatts wird diese Frage mit Hilfe von hochkarätigen Experten aus aller Welt beantworten. Zwei Tage lang geht es im Kundencenter des Daimler-Konzerns in Sindelfingen um die strategische Neuausrichtung der Branche, um neue Allianzen und neue Antriebskonzepte, aber auch um die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für diesen gewaltigen Transformationsprozess.

http://bit.ly/2tMqSKb

8.-9. November 2017, Berlin

Automobilwoche Kongress

Der Automobilwoche Kongress ist das jährliche Gipfeltreffen der Autobranche in Deutschland. Auf dieser bedeutenden Veranstaltung können Sie Ihr Unternehmen als leistungsfähigen Kooperationspartner der Autobranche präsentieren.

http://bit.ly/1VtKuIw

13.-16. November 2017, München

electronica Automotive

In vielen Bereichen der electronica stellen Anbieter Lösungen vor, die auch in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Hier finden sich Unternehmen, die sich schwerpunktmäßig als Zulieferer der Automobilindustrie präsentieren. Gezeigt werden Lösungen, Produkte und Dienstleistungen rund um die Automobilelektronik.

http://bit.ly/2vIXXVY

20.-22. November 2017, Frankfurt am Main

Hypermotion

Die Verkehrs-, Logistik- und Transportbranche trifft sich auf der Hypermotion: Die neue Fachmesse für das Verkehrssystem von morgen und die einzige internationale Spezialveranstaltung für Intelligente Transportsysteme in Deutschland.

http://bit.ly/2ogxb6Q

05.-08. April 2018, Stuttgart

auto motor und sport i-Mobility
Ausstellung für intelligente Mobilität

Intelligente Mobilität spielt in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle. Das Mobilitätsverhalten verändert sich stetig. Die auto motor sport i-Mobility bietet eine Plattform für alternative Antriebe wie beispielsweise Elektromobilität, Carsharing, Mitfahrgelegenheiten, E-Bikes und Pedelecs.

http://bit.ly/2eNDlb7

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